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Morgendliche Nebelschwaden, Laubhaufen hier und da und die letzten goldenen Sonnenstrahlen. Wenn die kalte Jahreszeit kommt ist es an der Zeit sich wieder mehr auf sein stimmungsvolles, gemütliches Zuhause zu besinnen. Wir fragten unseren Einrichtungsexperten Mirco, was er gerade jetzt seinen Kunden rät.


1x1.trans - Hygge - Tipps von unserem Fachmann

Einrichtungsberater Mirco Struwe im Interview

Lieber Mirco, die dänische Hygge ist mittlerweile zum Inbegriff von Gemütlichkeit geworden. Aber, um es richtig hyggelig daheim zu haben, muss man an viele Facetten denken – was rätst Du deinen Kunden im ersten Schritt?

Erst einmal steht der Begriff ‚hygge‘ ja für viel mehr als nur die optischen Aspekte. Hygge ist ein Lebensgefühl – Geborgenheit, Schutz, Vertrautheit. Natürlich kann man dieses Gefühl durch optische Akzente oder gar durch das gesamte Interieur erschaffen – aber wie gesagt – hygge ist auch etwas sehr Menschliches und steht bei den Dänen ebenfalls für gute Gespräche, Nähe, Entspannung und leckeres Essen.

Nun bist Du seit vielen Jahren Einrichtungsexperte – kannst Du uns die ‚hygge-Basics‘ einmal erläutern, also was sind die ultimativen ‚Must-Haves‘, um es richtig hyggelig zu machen?

Das Wunderbare am Hygge-Gefühl ist, dass der Kreativität und der Verwendung von Materialien und Farben kaum Grenzen gesetzt sind. Wichtig ist nur, dass man Naturmaterialien und sanfte sowie helle Farben verwendet. Weiche Teppiche, Decken, Felle und auch sinnliche Beleuchtung bringen eine gemütliche Atmosphäre in den Raum. Bei der Einrichtung sollte unbedingt auf dunkle, schwere Farben und Stoffe verzichtet werden, um die Räume hell und freundlich erscheinen zu lassen. In einer gelungenen Hygge-Einrichtung sollten auch Trockenblumen oder Grünpflanzen, kuschelige Kissen und Decken und ein ausgefallener Teppich fehlen. Noch eine Besonderheit sollte beachtet werden: Ein paar persönliche Lieblingsstücke sollten auf jeden Fall Verwendung finden, denn man will sich in den eigenen Vier-Wänden zu Hause fühlen und nicht in einem Wohnzimmer-Katalog leben (lacht)

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Du hast ein ausgeprägtes Gespür für die Bedürfnisse deiner Kunden – was braucht es z.B. für ein wirklich ‚hyggeliges‘ Wohnzimmer?

Das Hygge-Erlebnis beginnt dort, wo Komfort und Intimität am größten ist – beim Sofa. Dort entspannt man, kuschelt sich gemütlich zusammen. Neben weichen und neutralen Farben – wie Grau, Braun und Blau – empfehle ich je nach Kundentyp maßgeblich zwei Modelle aus der BoConcept Kollektion. Entweder das mit vielen Kissen ausgestattete CENOVA Sofa, oder das Loungesofa CARMO, das durch gerade Linien und eine wohltuende Ästhetik punktet. Aber auch alle anderen Sofas unserer Kollektion können durch flauschige Kissen und Decken zu einer gemütlichen Wohlfühloase werden.

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Dazu sollte, sofern der Platz vorhanden ist, ein optischer Kontrast geschaffen werden – z.B: mit einem Sessel oder dem formschöne BERMUDA. Letzteren kann man auch gleich als Couchtisch, Fußhocker oder eben als Sitzgelegenheit nutzen – und so auf elegante Weise einen farblich abgesetzten Akzent setzen.

Und neben der Wohnfühloase ‚Sofa‘? Vielfach grenzt der Essbereich gleich an das Wohnzimmer?

Wie ich schon sagte, ‚hygge‘ bedeutet auch Geselligkeit bei den Dänen. Insofern sind multifunktionale Tische, die im Handumdrehen ausgezogen werden könnten, ein Muss. Persönlich, für ein wahres ‚hygge-Gefühl‘, gefallen mir z.B. die Neuzugänge der Kollektion – Princeton und Kingston .

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Das Design ist sehr weich und fließend – die organische Form des Tisches KINGSTON schmeichelt dem Raum und die Ausziehfunktion überzeugt durch eine leichte Handhabung. Der PRINCETON Stuhl setzt diese fließende Form fort und hat einen ausgezeichneten Sitzkomfort. Und die vielen Stoffe, passend zum gewählten Sofa, nehmen die Stimmung des Sofas wieder auf – so dass eine optische Ruhe im Raum eintritt.

Wie wird es noch richtig gemütlich?

In der Einrichtungsgestaltung geht man konzeptionell ja immer von groß zu klein. Stehen also Sofa, Bett oder Essgruppe fest, geht es jetzt an das, was es ausmacht, z.B. die stimmungsvolle Beleuchtung. Dabei ist es wichtig mit mehreren Lichtebenen zu arbeiten, um durch eine indirekte Beleuchtung ein entspannendes, harmonisches Gefühl zu erzeugen. Ferner dürfen für die kalten Tage Kerzen natürlich nicht fehlen. Mehrere Kerzen auf dem Couchtisch oder einem Regal erzeugen ein weiches Licht in geselliger Runde und die Tisch- und Stehlampen beleuchten das Wohnzimmer aus verschiedenen Winkeln und erzeugen so ein diffuses, gemütliches Licht.

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Und ganz wichtig sind weiche Teppiche. Sie grenzen nicht nur die einzelnen Wohnbereiche optisch voneinander ab, sondern geben auch ein heimeliges Gefühl. Absolut ‚in‘ sind Teppiche mit strukturellen Mustern, vielfach in weichen Farben und unterschiedlicher Florhöhe, was dazu führt dass sie lebendig wirken, aber nicht dominant.

1x1.trans - Hygge - Tipps von unserem Fachmann… und wenn es jetzt noch kleiner wird?

Du meinst Accessoires und Bilder? Ich bin ein großer Freund von skulpturalen Figuren und reflektierendem Glas, aber das entscheidet der Kunde. Auch Körbe und Holzaccessoires sind schöne Gemütlichkeitsmacher. Bei allem ist es aber wichtig, dass man sich beschränkt und seine Dekoschätze sorgfältig auswählt. Dazu hat meine Kollegin Manon ja bereits hilfreiche Tipps gegeben – denn weniger ist oft mehr. Auch mit schönen Bildbänden, Grünpflanzen oder Trockenblumen kann man interessante Akzente setzen.

Mirco, wir danken Dir für das ‚gemütliche‘ Interview mit all deinen Hygge-Tipps.